Beate Susanne Hanen
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SOULAGES
MALEREI 1946–2019

17. Oktober 2020 – 28. Februar 2021
Museum Frieder Burda

Soulages
Übersetzung des französischen Ausstellungsflyers

(Originaltext von Alfred Pacquement)

Im Wald geboren. Jems Koko Bi & HAP Grieshaber und Kultur, Westfälisches Landesmuseum, Münster
Hrsg. vom Kunstmuseum Reutlingen (Katalog zur gleichnamigen Ausstellung, 28.03.–11.10.2020)
DCV, Berlin 2020

Im Wald geboren
Übersetzung des französischen Essays von

Yacouba Konaté – Vom Geist des Holzes

Ein Kleines Haus
Fondation Le Corbusier (Hrsg.), Guillemette Morel Journel
Birkhäuser, Basel 2020

Ein Kleines Haus
Übersetzung des französischen Nachworts von

Guillemette Morel Journel

Die Sonnigen Tage der Villa Savoye
Jean-Philippe Delhomme, Jean-Marc Savoye
Birkhäuser, Basel 2020

Die Sonnigen Tage der Villa Savoye

Fotografik. Klein, Ifert, Zamecznik
Ausstellung im Museum für Gestaltung Zürich, 01.11.2019–09.02.2020

Fotografik. Klein, Ifert, Zamecznik
Übersetzung der Saaltexte / Legenden

Kleines Handbuch der Druckgrafik
Hrsg. von Camille Jaquier und Florian Rodari
Scheidegger & Spiess, Zürich 2019

Kleines Handbuch der Druckgrafik

Das Kleine Handbuch der Druckgrafik wurde herausgegeben in Zusammenarbeit mit dem Musée Jenisch Vevey – Cabinet cantonal des estampes und erscheint als Begleitbuch zur Ausstellung Rien que pour vos yeux # 2. Die schönsten Drucke der Sammlungen

Léopold Rabus
Hrsg. von Antonia Nessi (Katalog zur gleichnamigen Ausstellung im Musée d’art et d’histoire de Neuchâtel, 06.10.2019–08.03.2020)
Scheidegger & Spiess, Zürich 2019

Léopold Rabus

House of European History
Chaix & Morel et Associés / JSWD Architekten
Éditions HYX, Orléans 2019

House of European History

Plattform 19
Centre d´art contemporain von Yverdon-les-Bains
Ausstellung 03.–31.03.2019

House of European History
Übersetzung der Werkbeschreibungen / Saaltexte

Stadtplanung in den Alpen. Strategien zur Verdichtung von Bergorten
Fiona Pia
Birkhäuser, Basel 2019

Stadtplanung in den Alpen. Strategien zur Verdichtung von Bergorten

Bauhaus und Amerika. Experimente in Licht und Bewegung
Hrsg. vom LWL-Museum für Kunst und Kultur, Westfälisches Landesmuseum, Münster
(Katalog zur gleichnamigen Ausstellung, 09.11.2018–10.03.2019)
Kerber Verlag, Bielefeld 2018

Bauhaus und Amerika
Übersetzung des französischen Essays von

Julie Jones, Licht – Abstraktion – Experiment
Lehre und Praxis der Fotografie am New Bauhaus in Chicago

Fractures
25 Jahre fotografisches Gedächtnis
Olivier Vogelsang

Till Schaap Edition, Bern 2018

Fractures

Hodler. Parallelismus
Hrsg. von Laurence Madeline

(Ausstellung/Kooperation Kunstmuseum Bern und Musée d’Art et d’Histoire de Genève, 14. September 2018 – 13. Januar 2019)
Scheidegger & Spiess, Zürich 2018

Hodler. Parallelismus
Übersetzung des französischen Essays von Laurence Madeline und des Vorworts von Nina Zimmer

Hundert Jahre Schweizerische Graphische Gesellschaft
Hrsg. von Christian Rümelin

Scheidegger & Spiess, Zürich 2018

Hundert Jahre Schweizerische Graphische Gesellschaft
Übersetzung der französischen Beiträge von

Julie Enckell Julliard
Stephanie Guex
Carole Haensler Huguet
Karine Tissot

Ulla von Brandenburg
Zeichnungen

Hrsg. vom Musée Jenisch Vevey
(Katalog zur Ausstellung im Musée Jenisch)
Scheidegger & Spiess, Zürich 2018

Ulla von Brandenburg: Zeichnungen
Übersetzung des französischen Essays von

Julie Enckell Julliard

Protest!
Widerstand im Plakat

Ausstellung im Museum für Gestaltung Zürich, 20.04. bis 02.09.2018
Ausstellungstext Vincent Perrottet

Protest! Widerstand im Plakat
Textauszug

Was ich auch tue, es erfolgt immer mehr oder weniger selbstverständlich im Zusammenhang mit einer Person, einer Gruppe oder einer humanen Entität, der ich mich nahe fühle. Ich mache keine Bilder nur für mich. Ich wende mich nur insofern an mich, um zu überprüfen, dass ich tatsächlich so existiere, wie ich es mir wünsche. Bin ich eine Zeit lang allein, begnüge ich mich damit, nachzudenken, das beschäftigt mich mehr als genug.

Oft denke ich an andere. Ich mache Bilder. Ich spreche aus Distanz zu ihnen, in Vorbereitung und Erwartung unserer Begegnung. Ich bringe mein ganzes Wesen ein, um ihnen das Beste zu geben, was ich zu leisten imstande bin. Dies gilt für diejenigen, die ich liebe genauso wie für diejenigen, die ich noch nicht kenne.

Politik zu machen bedeutet, daran zu glauben, dass meine Handlungen zur Verbesserung des menschlichen Miteinanders beitragen, dass meine Ethik der Beziehungen und alle auf ihr beruhenden Werte sich dort entfalten, wo ich am effektivsten bin. In meinem Fall ist das die Grafik, das Nachdenken über Zeichen und deren Einsatz. Zeichen, die uns gemeinschaftlich organisieren, urbanisieren und durch Reflexion auch ermöglichen, uns als Einzelwesen widerzuspiegeln.

Politik zu machen bedeutet schlicht und einfach, eher etwas als gar nichts zu machen, eher zu kämpfen als hinzunehmen, eher freudig oder entschlossen zu untergraben, als an der Ausübung einer Macht mitzuwirken. Es bedeutet, mich verantwortlich zu fühlen für eine grafische Umsetzung, die andere mir anvertrauen, weil ich weiß, wie ich es machen muss und weil ich mit ihnen die Ideen teile, die diesem Projekt zugrunde liegen. Es bedeutet, zu erklären, dass es nicht der Auftraggeber ist, der die Ausarbeitung einer grafischen Botschaft lenkt, sondern das Thema selbst. «Ein gutes Thema ziehe ich einem guten Auftrag vor!», sagte Gérard Paris-Clavel.

Politik zu machen bedeutet, mich zu meiner existenziellen, beruflichen und künstlerischen Erfahrung zu bekennen und diese zur Geltung zu bringen, um in freiester, offenster und produktivster Art und Weise an einer gemeinschaftlichen Methode mitzuwirken.

Meine Auftragsarbeit gehorcht dem Gestaltungsprinzip der Verschiedenheit: Dass niemand von uns Einfluss auf den anderen ausübt. Dass jeder das zur Meisterschaft bringt, was er am besten kann. Dass die Kritik nicht Gegenstand der Zensur, sondern der Hinterfragung und Verbesserung des gemeinsamen Projektes ist. Zweifelt der Auftraggeber daran […] verlange ich es. Lehnt er es ab […] soll er sich zum Teufel scheren.

Politik zu machen bedeutet, eine Diskussion einzuleiten und sich dabei die nötige Zeit zu nehmen, um Ideen auszudrücken und die der anderen anzuhören, um anschließend zu entscheiden, was zu tun ist. Nichts darf sich dabei einschleichen, was Unverständnis, Groll oder Frustration hervorzurufen droht.

Es ist schwierig, aber man muss darauf hoffen.

Vincent Perrottet, Mai 2009

Weiterbauen in Stahl
Architektur der Aufstockung

Hrsg. von Daniel Stockhammer, Astrid Staufer, Daniel Meyer, ZHAW Institut für Konstruktives Entwerfen
Park Books, Zürich 2018

Weiterbauen in Stahl
Übersetzung des französischen Beitrags von

Yves Dreier, Genf – Urbanismus in die Höhe

Valérie Favre
Hrsg. in Zusammenarbeit mit dem Musée d’art et d’histoire de Neuchâtel
(Katalog zur gleichnamigen Ausstellung, 10. Dezember 2017 bis 16. April 2018)
Scheidegger & Spiess, Zürich 2017

Valérie Favre
Übersetzung der französischen Essays von

Sylviane Dupuis
Antonia Nessi
Alain Quemin

Die Impressionisten in der Normandie
Hrsg. von Markus Müller
(Katalog zur Ausstellung im Kunstmuseum Pablo Picasso Münster, 14. Oktober – 21. Januar 2017)
Hirmer Verlag, München 2017

Die Impressionisten in der Normandie

Van Gogh bis Cézanne, Bonnard bis Matisse. Die Sammlung Hahnloser
Hrsg. von Nina Zimmer und Matthias Frehner, Kunstmuseum Bern
Scheidegger & Spiess, Zürich 2017

Van Gogh bis Cézanne, Bonnard bis Matisse. Die Sammlung Hahnloser
Übersetzung des französischen Essays von

Sylvie Patry, «Unsere ganze moderne Kunst»
Die Sammlung Hahnloser im Kontext privater Sammlungen ihrer Zeit

Prix Pictet 07
Space

Hrsg. von Stephen Barber, Michael Benson
teNeues, Berlin 2017

Prix Pictet 07 – Space
Übersetzung des französischen Essays von Michel Poivet

Ein Globus, ein Körper, eine Substanz,  eine Architektur oder eine Landkarte – mit welcher Art von Raumbild konfrontiert uns die zeitgenössische Fotografie? Handelt es sich um Beschreibungen oder Evokationen? Wir sind in der Lage, uns Bilder vom Raum zu machen und ihn uns dadurch zu erschließen. Er ist in unser Bewusstsein getreten durch Theorien, die wir formulieren können. Doch wirklich vertraut ist er uns durch das physische Erleben der uns umgebenden Elemente. So definieren große Ideen und leiseste Affekte den Raum. Anders als die Zeit zeigt er sich aber nicht in einem stetigen Fluss, sondern vollzieht, ähnlich wie die Atmung, Kontraktion und Expansion.

Farbanschlag
Kunst-am-Gebäude in Sihlcity 2007–2016

Park Books, Zürich 2017

Farbanschlag. Kunst-am-Gebäude in Sihlcity 2007–2016
Übersetzung der Interviews mit Hochschulabsolventen

Jean-Pierre Kaiser
Himmlische Phänomene. Das Druckgrafische Werk
Hrsg. von Laurence Schmidlin
Scheidegger & Spiess, Zürich 2017

Jean-Pierre Kaiser. Himmlische Phänomene. Das Druckgrafische Werk
 

 

manege für architektur
Hrsg. von Florian Dreher, Hannes Mayer, Katharina Sommer
Ausgabe 1/2016 generationen
Valéry Didelon: In unklarer Mission

manege für architektur 1/2016
Textauszug

Frederic Bonnet und die jungen Architekten von AJAP14 heben dadurch architekto­nische Inter­ventionen hervor, die sich paradoxer­weise gerade durch ihr wenig Aufsehen erregendes Äußeres auszeichnen: eine Bäckerei am Straßenrand, einen Steg über einen Bach, die Gestaltung einer Dorfstraße, einige Dutzend Wohnungen im Vorstadt­bereich und dergleichen. Es sind viele Projekte, die sich mehr durch ihren ›öffentlichen Nutzen und Gebrauch‹ im Alltag hervortun als durch das Bestreben, Ikonen der Architektur­geschichte zu werden. In gewisser Weise reihen sich die Kuratoren des franzö­sischen Pavillons damit in direkter Linie in die Diskussion um den Dirty Realism ein, der als Begriff in der Stadtbau­diskussion in den 1990er-Jahren von der Architektur­theoretikerin Liane Lefaivre medial lanciert wurde und der die bestehende Rauheit und Trivialitat der Stadt zugleich als Inspirations­quelle und Aktions­gebiet fur Architekten begreift.

Valéry Didelon

Alfons Rohrer – Heimat
Ein Fotoalbum

Hrsg. von Heinz Anderhalden
Scheidegger & Spiess, Zürich 2017

Alfons Rohrer: Ein Fotoalbum
Übersetzung des französischen Beitrags von

Sylvie Henguely


Katja Snozzi
Jahrhundertmenschen

Hrsg. von Katja Snozzi
Scheidegger & Spiess, Zürich 2016

Katja Snozzi: Jahrhundertmenschen
Übersetzung des französischen Vorwortes von

Ruth Dreifuss, Alt-Bundesrätin der Schweiz


Aus Basel. Herzog & de Meuron
Hrsg. von Jean-François Chevrier
Birkhäuser, Basel 2016

Jean-François Chevrier (Hrsg.): Aus Basel. Herzog & de Meuron




Von Arp bis Picasso
Hrsg. von Danièle Giraudy und Markus Müller für das Kunstmuseum Pablo Picasso Münster
(Katalog zur Ausstellung im Kunstmuseum Pablo Picasso Münster, 30. April – 21. August 2016)
Éditions Trocadéro, Paris 2016

Danièle Giraudy und Markus Müller: Von Arp bis Picasso
Übersetzung der französischen Beiträge von

Anne Gruner Schlumberger
Danièle Giraudy
Maryvonne de Saint-Pulgent
Anne Bourjade

Le Corbusier – Zeichnen als Spiel
Hrsg. vom Kunstmuseum Pablo Picasso Münster, Musée Picasso, Antibes, und der Fondation Le Corbusier
(Katalog zur Ausstellung im Kunstmuseum Pablo Picasso Münster, 13. Februar – 24. April 2016)
Editions Hazan, Vanves 2016

Le Corbusier – Zeichnen als Spiel
Übersetzung der Werktitel und Objektbeschilderung

Grundlinie
Yann Mingard
Hrsg. vom Musée des beaux-arts Le Locle
Verlag Scheidegger & Spiess, Zürich Oktober 2015

Yann Mingard: Grundlinie
Übersetzung der französischen Beiträge von

Nathalie Herschdorfer
François Hainard
Thierry Béguin
Jacques-André Humair

Cocteau trifft Picasso
Sammlung Ioannis Kontaxopoulos • Hrsg. von Ioannis Kontaxopoulos und Markus Müller
(Katalog zur Ausstellung im Kunstmuseum Pablo Picasso Münster, 18. Juli – 18. Oktober 2014)
Hirmer Verlag, München 2015

Ioannis Kontaxopoulos und Markus Müller: Cocteau trifft Picasso
Nicht alle Hörner sind vom Teufel

›Ich suche nicht, ich finde.‹ Dieser Ausspruch Picassos verrät uns eines der Geheim­nisse seines Genies, mit dem er umgeht wie mit Taschengeld.

Picasso denkt in Hand­lungen. In dieser Weise peinigt er das menschliche Gesicht, nach dem Vorbild seiner Landsmänner, wenn sie aus Leidenschaft die Jungfrau Maria demütigen.

Picasso ist ein Paar. Ein Ehepaar. Ein Ehestreit. Keine Ehe hat im Haus mehr Geschirr zerbrochen.

Picasso ist auch eine Corrida. Matador und Stier. Mit List gelingt es ihm, sich nicht zu bewegen, inmitten der Arenen die Rolle des Don Tancredo zu spielen. Seine Volten waren unzählig. Unzählig seine Spiele mit der Capa. Sein wahres Können zeigt sich, wenn er tötet, wenn er durch eine Art Selbst­mord vernichtet, was er am Vortag gewesen, um ein neuer Picasso zu werden. Er ist ein Meister geworden in diesem Phäno­men der Phoe­nixo­logie.

Kann man sich Picasso vorstellen, der ein Gemälde voll­endet, ohne dabei die Trom­peten der Tötung zu ver­nehmen?

Das Ver­trauen des Publikums zu besitzen ist eine Sache. Das des Stieres eine andere. Und ich denke an Manolete, der seinen Abschied in das blutige Ohr murmelt, das man ihm bringt, aus dem noch das dumpfe Raunen der Menge ertönt, gleich dem Meeres­rauschen aus einer Muschel.

Jean Cocteau, Mai 1958
© Comité Jean Cocteau / Avec l’aimable autorisation de M. Pierre Bergé

Ich tanze auf den Treppen
Eine Hommage an die Poyabrücke in Fribourg
Sue Damag
Lars Müller Publishers, Zürich Juli 2015

Übersetzung des französischen Nachwortes von Lu Mor

Art Brut live
Mario Del Curto
(Katalog zur Ausstellung im Center for contemporary art DOX, Prag)
Till Schaap Edition, Bern Mai 2015

Mario Del Curto: Art Brut live
Textauszug

Am Anfang wollte ich kein Zeugnis ablegen, vielmehr war es der Drang zu wissen, wer die Künstler sind. Es gab unglaublich wenig ikonographisches Material über Art Brut, da sich letztendlich zu dieser Zeit (1980) nur eine geringe Anzahl an Leuten wirklich dafür interessierte. Mir kam es in den Sinn, diesen Kreativen eine Art Hommage zu widmen, Künstlern, die oft als Verrückte betrachtet wurden oder an den Rand der Gesellschaft geschoben waren, weil sie sich von gewöhnlichen Prinzipien distanzierten. Damals war Art Brut de facto ein Synonym für psychische Störung oder geistige Behinderung. Doch als ich ihnen persönlich begegnete, hatte ich niemals das Gefühl, Verrückten, oder noch weniger unterlegenen Wesen gegenüber zu stehen. Im Gegenteil, oft fühlte ich mich diesen Kreativen gegenüber ganz klein. Das einzige, was meiner Ansicht nach alle diese Künstler wirklich gemein haben, ist, dass keiner dem anderen gleicht.

Mario Del Curto

Ferdinand Hodler. Die Sammlung Rudolf Schindler
Hrsg. vom Musée Jenisch Vevey
(Katalog zur Ausstellung L’infini du geste. Ferdinand Hodler dans la collection Rudolf Schindler im Musée Jenisch Vevey)
Verlag Scheidegger & Spiess, Zürich Juni 2015

Ferdinand Hodler: Die Sammlung Rudolf Schindler
Textauszug

Doch zeigt die in Le Papillon veröffentlichte Zeichnung – über das romantische Bild vom verkannten Genie hinaus – eine andere Anleihe beim Künstler aus Ornans, die dieses Mal die Komposition betrifft: Auf der linken Seite des rechten Feldes wird die sich erhebende Menschenschar durch ein Alignement vertikaler, parallel gezogener Linien inszeniert. Diese extreme Prägnanz des Strichs verweist auf den Stil, den Hodler sich nach der Entdeckung von Courbets grossem Gemälde Ein Begräbnis in Ornans, welches er in groben Zügen in seinem Skizzenheft aus diesen Jahren rekonstruiert, zu eigen gemacht hat. […] Die Zeichnung Hodlers verrät in beiden Fällen seine Vorliebe für eine gewisse kompositorische Horizontalität – eine «demokratische», nicht pyramidale Weise, die Realität zu beschreiben. Eine Horizontalität, die Courbet als erster in die Malerei eingeführt hat. Hodler wird diesem Kompositionsprinzip treu bleiben, wie die zum Korpus der Sammlung Rudolf Schindler gehörige Kompositionsstudie zu «Einmütigkeit» aus dem Jahr 1911 belegt, die erneut seine Anleihe an das berühmte Begräbnis in Ornans bestätigt.

Aufsatz Ferdinand Hodler, Vevey und die Zeichnung von Julie Enckell Julliard

Spirit of Place. Aurélien Villette
teNeues Verlag, Kempen 2015

Aurélien Villette: Spirit of Place
Mit einem Text von Harold Hinsinger

PARIS. SERGE RAMELLI
teNeues Verlag, Kempen 2015

Serge Ramelli: Paris
Mit einem Text von Harold Hinsinger

NADIA LICHTIG. PICTURES OF NOTHING
Hrsg. von Ludwig Seyfarth
Kerber Verlag, Bielefeld Dezember 2014

Nadia Lichtig: Pictures of Nothing
Übersetzung der französischen Beiträge von

Marion Dufour, Echos der Sprachen.
Tristan Trémeau, Von der Textskizze zum Gemälde.

AUGEN AUF! 100 JAHRE LEICA
Hrsg. von Hans-Michael Koetzle
(Katalog zur Ausstellung im Haus der Photographie/Deichtorhallen Hamburg u. a.)
Kehrer Verlag, Heidelberg Oktober 2014

Kehrer Catalog
Übersetzung des französischen Beitrags von

Gabriel Bauret, Ein Jahrhundert japanischer Fotografie im Prisma der Leica.

PICASSO SIEHT FERN!
Hrsg. vom Kunstmuseum Pablo Picasso Münster (Katalog zur Ausstellung im Kunstmuseum Pablo Picasso Münster, 1. März – 18. Mai 2014)

Name
Übersetzung der französischen Beiträge von

Bernard Ruiz-Picasso, Kindheitserinnerung
Laurence Madeline, Picasso sieht fern

Germaine Richier. Retrospektive
Hrsg. vom Kunstmuseum Bern und der Kunsthalle Mannheim (Katalog zur Ausstellung des Kunstmuseums Bern und der Kunsthalle Mannheim) • Wienand Verlag, Köln 2013

Figur & Ornament
Übersetzung des französischen Aufsatzes von

Jean-Louis Prat, Les réconciliations de Germaine Richier.

IM TEMPEL DES ICH. Das Künstlerhaus als Gesamtkunstwerk
(Katalog zur Ausstellung des Museums Villa Stuck, München), Margot Th. Brandlhuber, Michael Buhrs (Hg.) • Hatje Cantz Verlag, Ostfildern 2013

Figur & Ornament
Übersetzung der französischen Aufsätze von

Françoise Aubry, Victor Hortas Wohn- und Atelierwohnhaus in Saint-Gilles. Der Höhepunkt des Glücks im Leben des Architekten
Jean-Louis Cohen, Das Wohn- und Atelierhaus von Konstantin Melnikow in Moskau
Marie Cécile Forest, Vom Atelierhaus zum Museumshaus. Das Musée Gustave Moreau
Félix Marcilhac, Die Villa Bou Saf Saf und das “kubistische Haus” von Jacques Majorelle in Marrakesch
Michel Draguet, Das Atelierhaus von Fernand Khnopff. Vom kleinen Traumschloss zum erträumten Museum
Ségolène Le Men, Der Meister von Giverny

Henri Matisse. Figur & Ornament
Hrsg. vom Kunstmuseum Pablo Picasso Münster (Katalog zur Ausstellung im Kunstmuseum Pablo Picasso Münster) • Wienand Verlag, Köln 2013

Figur & Ornament
Textauszug

Ein signifikantes Beispiel hierfür ist das Gemälde Auf der Terrasse, auf dem sich das Modell Zorah inmitten einer ätherischen und lichtdurchfluteten Umgebung befindet. Als zentrale Tafel eines Triptychons beschreibt dieses Bild die junge, auf einem violettblauen Teppich kniende Frau, beinahe schwebend inmitten bläulicher und weißer Oberflächen, die nach Kontrasten zwischen Schatten und Licht wohlgeordnet sind. Die transparenten Flächen des Bildes kontrastieren mit dem Vorhandensein der Pantoffeln und der Kleidung Zorahs, deren unsicherer, unbestimmter Gesichtsausdruck zur Atmosphäre des Bildes beiträgt. Das am unteren rechten Bildrand platzierte Glas mit Goldfischen trägt zu der sonderbaren Stimmung des Gemäldes bei, verstärkt die Oszillation im Blick des Betrachters zwischen dem Eindruck der Klaustrophilie – hervorgerufen durch die geometrischen Oberflächen der umrahmenden Mauern – und dem eines freien Treibens.

Aufsatz Nizza - Der Traum der Odalisken
von Marie-Thérèse Pulvenis de Seligny

Le Nôtre. Der Gartenarchitekt Ludwigs XIV.
Mit einem Text von Jean-Pierre Babelon und Photographien von Jean-Baptiste Leroux Schirmer/Mosel Verlag, München 2013

Le Nôtre Der Gartenarchitekt Ludwigs XIV.
Textauszug

Das Wesentliche – und dies bestimmt bereits den Entwurf der Broderie-Parterres, in denen sich seine Familie so hervortut – liegt für ihn in dem Prinzip, mit einer raumgreifenden Gestaltung ein einheitliches Bild zu entwickeln und nicht etwa Quadrate aneinanderzureihen. Himmel und Wasser sollen Elemente des Gesamtbildes des Gartens sein, der sich dank einer durchdachten Komposition von Sichtachsen und Fluchtlinien bis zum Horizont zu weiten scheint. Erkenntnisse, die er durch die Errungenschaften Descartes’ und der Pater des Paulanerordens in Paris auf dem Gebiet der Optik gewonnen hat. Ziel ist es, das rationale Erfassen dem Sinneseindruck unterzuordnen, Illusionen zu schaffen, mithilfe derer sich der Ort ergründen lässt, sei es im Verweilen – von einem festen Punkt wie der Terrasse des Schlosses aus – oder im Durchschreiten.
Ludwig XIV. selbst liefert hierzu den von ihm verfassten Leitfaden Manière de montrer les jardins de Versailles (Rundgang durch die Gärten von Versailles). Wie aber die Perspektive optisch verkürzen, um Ermüdungserscheinungen des Spaziergängers vorzubeugen? ...

archithese. Zeitschrift und Schriftenreihe für Architektur
Ausgabe 2.2013 Age of cool
Architektur aktuell – Subtile Extrusion
Niggli-Verlag

Archithese 03 2013
Textauszug

Komplexes Volumen, regelmässiges Raster
Durch das subtile Spiel vor- und zurückspringender Fassadenflächen entstanden sechs Wohnungen auf drei unterschiedlichen Wohnebenen. Zur Avenue du Temple hin wird die leichte Krümmung des Baukörpers durch dessen plastische Formung dramatisiert: Während sich das Gebäude nach Norden mit einem schlanken Bug verjüngt, akzentuiert die Massivität des Attikakörpers über der Auskragung des ersten Geschosses den Eckpunkt im Osten.

Charles Fréger
Wilder Mann

Kehrer Verlag, Heidelberg 2012

Wilder Mann
Textauszug

Soweit sich ikonographische und literarische Quellen zurückverfolgen lassen, wurden in Europa schon immer Masken getragen. Heutzutage spielt sich das festliche Ritual – denn als solches kann es bezeichnet werden – während der Winterzeit ab, erstreckt sich über den ganzen Kontinent und inszeniert Figuren wie Wilder Mann, Bär, Ziege oder Teufel. Einer Einführung in diese verschiedenen Gestalten oder Masken folgen kurze Erklärungen zu dem rekursiven Charakter mancher Maskeraden sowie Schlüsseldaten des Kalenderjahres.

David Drebin
Beautiful disasters

teNeues Verlag, Kempen 2012

BEAUTIFUL DISASTERS
Textauszug

Ich entdeckte David Drebin im Jahr 2005 – die ungewohnte Art seiner Fotografie zwischen Gemälde, Kunstfoto und Filmszene überzeugte mich sofort. Er versteht es, der Glamour-, Mode- und Landschaftsfotografie durch raffinierteste Inszenierungen neue Impulse zu geben. Erhaben schön und einsam, präsentiert sich die Frau bei Drebin inmitten großartiger Panoramakulissen geheimnisvoller Stadtlandschaften. Diese Stimmung regt die Fantasie des Betrachters an, lässt ihn eine eigene Deutung suchen, was zuweilen an Voyeurismus grenzt.

Le Corbusier / Lucien Hervé – Kontakte
Éric Cez und Anne Zweibaum (Hrsg.) Mit Texten von Michel Richard, Quentin Bajac, Béatrice Andrieux und Jacques Sbriglio
Schirmer/Mosel Verlag, München 2011

Le Corbusier / Hervé
Textauszug

Zunächst verweilt das Auge des Photographen auf der Eingangsfassade, deren Komplexität er in einer Fülle von Großaufnahmen und Untersichten erfasst, um dann aus schrägem Blickwinkel die Formensprache der verschiedenen, die Fassade bildenden Elemente zu transzendieren. Die Details zeigen das Wesen dieser Architektur in seiner elementarsten, auch essenziellsten Form: Fußböden, Sonnenbrecher, Treppenläufe …, sublimiert von den Kontrasten der Lichtspiele, die von reinem Schwarz bis zu allen Nuancen von Grau reichen. Die zweite Serie, die einen Gegenpol zur Herbheit der eher grobgeschnitzten Eingangsfassade bildet, lässt den Blick durch die geschwungenen, Sinnlichkeit ausstrahlenden Räume des Versammlungssaals wandern. Hier fließt das sanfte natürliche Licht von einer Wand zur anderen, strahlt von der weichen Ausbuchtung der Decke zurück und ruft unerwartete Raumwahrnehmung hervor, deren introvertierter Charakter inmitten dieses Konzerts aus räumlichen Überblendungen, die das Bauwerk charakterisieren, in Erstaunen versetzt.

Ökologische Architektur in Vorarlberg. Ein soziales, ökonomisches und kulturelles Modell
Dominique Gauzin-Müller
Springer-Verlag, Wien 2011

Ökologische Architektur in Vorarlberg
Textauszug

Das Haus Frick in Röthis, eine ihrer ersten Realisierungen, weist aufwendige Variationen zum Thema Mauer auf: als Umfriedung des Wohnhofs und als Sockelelement, auf dem der Holzbaukörper des Obergeschosses ruht. Das Projekt wird belebt durch den Kontrast von glatten Wänden aus schalungsrauem Beton und den durch die horizontalen Linien der Bretter gestreiften Oberflächen. Es stellt, beeinflusst von japanischer Architektur, eine Beziehung zwischen dem Geist der Moderne der Mitte des 20. Jahrhunderts und den lokalen zeitgenössischen Vorbildern her. Die Brüder Marte fürchten keine Kontraste. Liegt ihr Büro in Weiler auch in einem für das Rheintal typischen Holzbauernhof, dessen Renovierung von außen fast unmerklich ist (s. Seite 267), so ist ihr Wohnhaus im Gegenteil das radikale Manifest einer kubischen Moderne aus schalungsrauem Sichtbeton. Das Ferienhaus von Petra und Günther Seewald in Zwischenwasser steht zwischen diesen beiden Extremen. Diese kleine, mit einem Betonkern und einem Lärchenholzmantel ausgestattete Konstruktion, bietet im Innenraum eine intime Atmosphäre, dank einer präzisen und einfühlsamen Studie zu Sichtbeziehungen und natürlichem Licht im Raum, geformt durch Größe und Lage der Fensteröffnungen, Tiefe der Fensterumrahmungen und Form der Laibungen.

Jugendstil am Oberrhein. Kunst und Leben ohne Grenzen
Hrsg. vom Badischen Landesmuseum Karlsruhe (Katalog zur gleichnamigen Ausstellung),
Karlsruhe 2009

Jugendstil am Oberrhein
Textauszug

Aufsätze von Jean-Claude Richez, Arnaud Weber, Christine Peltre

Anhand dieser Konzeptionen führte Anton Seder seine Neuerungen radikal durch, indem er die im Wesentlichen auf der Imitation der herkömmlichen Ausdrucksformen basierenden Lehre ersetzte durch eine Ausbildung, die auf einer konzeptionelleren, auf der Studie der natürlichen Formen – sowohl aus dem Tier- als auch dem Pflanzenreich- basierenden Betrachtungsweise beruhte. Die Form wurde als Sprache erfasst, die sich in den Dienst verschiedener Stile stellen kann.